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Presse Juli 2010

"Das Geschäft mit der Schnapsidee in Senftenberg"

Aus einer „Schnapsidee“ ist ihre Geschäftsidee geworden: Danilo Trasper und Heiko Tänzer sind die Eierlikör-Könige in Senftenberg. In seiner Backstube füllt der 33-jährige Trasper regelmäßig sein „scharfes Gelb“ ab. Vier Geschmacksrichtungen gibt es bereits, im Herbst sollen weitere folgen.

Die Flaschen stehen in der Auslage des Backshops in der Senftenberger Mittelstraße und zeugen vom Geschäftssinn ihrer Erfinder. Zwei Türen weiter sitzen Bäcker Danilo Trasper und Versicherungsfachmann Heiko Tänzer. Vor ihnen liegen Etiketten, im Schrank stehen die ersten Entwürfe für das Aussehen des ersten Senftenberger Eierlikörs - sowie die erste abgefüllte Flasche. Seit April dieses Jahres verkaufen sie »scharfes Gelb«. »Wir haben mit 1000 Flaschen pro Jahr gerechnet«, sagt Heiko Tänzer. Diesen Wert werden sie voraussichtlich erreichen. An der »Schnapsidee« hat der 32-jährige Tänzer den entscheidenden Anteil: »Ich mache für private Feiern seit Jahren immer wieder Eierlikör selbst«, sagt er - dank des Rezepts einer guten Freundin der Familie. Der Likör wurde in Tänzers Freundeskreis zum Geheimtipp. Nun kommt er, etwas verändert, für jedermann in die Flasche. Tänzer und Trasper verknüpften ihre Fähigkeiten: Rezept vom einen, Räume und Ausstattung vom anderen. »Was liegt näher, als den Eierlikör in der Bäckerei herzustellen«, sagt Danilo Trasper, der das Geschäft in der Senftenberger Mittelstraße vor vier Jahren von seinen Schwiegereltern übernommen hat. Nachdem also das Backgeschäft erledigt ist, widmen sich die beiden ihrem Hobby. »Pro Serie können wir etwa 350 Flaschen produzieren«, sagt Tänzer. Rund 100 füllen sie dabei pro Stunde. »Für uns ist das Spaß, und nun setzen wir die Idee um und schauen, was passiert«, so Danilo Trasper. Passiert ist bereits eine ganze Menge. Der Eierlikör wird zum Trend in Senftenberg. Inzwischen gibt es vier Geschmacksrichtungen: neben normalem Eierlikör auch mit Schoko, Kokos und Mohn. Im Herbst sollen noch einige Kreationen hinzukommen. Den Namen hat Heiko Tänzer kreiert und ist eine Mischung aus der natürlichen gelben Farbe und dem Design der Flasche. Dass eine attraktive Frau das Etikett ziert, wollen die Unternehmer nicht falsch gedeutet wissen: »Die Frau soll nicht anzüglich wirken, sondern sexy«, betont Tänzer. Das Abfüllen ist noch echte Handarbeit. Diesen Manufakturcharakter wollen sich die beiden Likörhersteller erhalten: »Unser Eierlikör soll keine Massenware werden«, erklärt Heiko Tänzer.

Quelle: Lausitzer Rundschau Online, von Sascha Klein, 27.07.2010
Foto: Sascha Klein